Mister Twister

Mister Twister 

Der Kommandant 

Kapitel 1

 

Hasen benötigen nicht so viel Zeit wie Menschen um zu wachsen und erwachsen zu werden. Seit dem Unternehmen "Rettet die Welt, dann wird sie euch zeigen, was sie wert ist" war einige Zeit vergangen, und Charli nahm ihre revolutionäre Bewegung wieder auf, die gemeinsamen Hasenkinder waren bereits erwachsen, und gingen ihre eigenen Wege. Hasi und Charli hatten sich um ihre Familie gekümmert, und hatten eine wunderbare gemeinsame Zeit, aber es war klar, dass sie getrennte Wege gehen würden, denn ihre Vorstellungen vom Leben waren unterschiedlich.  Charli wollte sich aktiv für die Welt und den Frieden engagieren. Hasi wollte frei sein und frei entscheiden können, wohin er wann und wie gehen wollte. Liegt nicht auch die wahre Liebe darin den anderen gehen zu lassen? Sie waren sich einig darüber, dass ihre Liebe blieb,  aber sie nicht zusammen sein konnten.

Hasi war auch erwachsen geworden,  aber anders, reifer, cooler, lebensfroher und selbstbewußter.

Wieder einmal hatte er sein Säcklein gepackt, und reiste mit leichtem Gepäck. 

Endlich wanderte er durch die Schweiz,  so wie er es sich vorgenommen hatte. An einer Quelle  im Wald löschte er seinen Durst.  Das Wasser spritzte klar und angenehm kühl durch seine Hände, und löschte den Durst in der trockenen Kehle. Er genoss das kalte Nass mit geschlossenen Augen,  es schmeckte wie der Fels, das Gras, der Himmel, die Erde und die Blumen und Kräuter. Ein Brummen riss ihn aus seinem philosophisch geschmacklichen Genuss,  vor ihm türmte sich ein Bär mit weit geöffnetem Maul auf.

 

Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 2


Twister hechtete unter einen Felsvorsprung. Der Bär brüllte, vor ihm tauchte plötzlich eine weiße Gans auf, die aufgeregt flatterte, dann fiel ein Schuss, er sah jedoch eine junge Frau mit Pfeil und Bogen. Der Bär kippte stöhnend über den Fels unter dem er saß,  und ein Steinbock flüchtete fluchend hinfort: " Immer dasselbe mit diesem Pack".

Die junge Frau beugte sich über den verletzten Bären, und schaute Twister an. "Ein Hase?", Twister hatte ein dejavü,  nur dass dies kein Bahnhof im Sauerland sondern ein Gebirge in den Schweizer Alpen war,  und die Frau keine helle spitze Stimme und eine Tasche hatte. Aber was beabsichtigte sie mit Pfeil und Bogen.  Der Bär atmete noch.  "Oh nein", stöhnte sie, und kramte in ihrem Rucksack nach Verbandszeug, versorgte seine Wunde so gut es ging, und pfiff laut, kurz, aber eindringlich. Twister zuckte. Alle Achtung,  dachte er noch,  als zwei Männer auf sie zu liefen. 


Fortsetzung folgt...

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Kapitel 3

 

Die zwei kräftigen Männer nahmen den stöhnenden Bär in die Mitte und trugen ihn vorsichtig aber zügig gehend in den nahe  gelegenen Tannenwald. Die zierliche Jägerin mit Pfeil und Bogen lief fast tänzelnd leichtfüßig hinter her, den Rucksack mit dem Erste Hilfe Set auf ihrem Rücken. Dann war es still, leise raschelte der Wind in den Blättern der Bäume, die bereits zarte frische saftige grüne Blättchen des Frühlings trugen. Twister atmete tief durch, und wollte gerade unter dem Felsvorsprung hervor klettern,  als zuerst ein gelbes Etwas hervorragte, dann sahen ihn zwei schwarze Knopfaugen an. Es war der Kopf der Gans,  die von oben kopfüber zu ihm sah. "Hallo", quakte sie, es sah aus als würde sie breit grinsen. Doch schon flatterte sie ihm entgegen.  "Was macht eine weiße Hausgans in den Bergen", fragte Twister neugierig. "Ich bin Elli", antwortete sie nur, und Hasi sagte höflich "Twister". 

"Mister Twister", die Stimme, die erklang war dunkler und hatte einen anderen Akzent als die der quakenden Gans. Er schaute, nachdem er jetzt den Schutz des Felsvorsprungs verlassen hatte, nach links, und vor ihm stand ein ausgewachsener Steinbock mit majestätischen Hörnern, so lang wie die eines Hirsches, aber nach oben gebogen in Wellen geformt,  und in die Spitze schmaler werdend.

Doch dann fiel Twister auf, dass der Steinbock auf der Stirn mittig noch ein Horn trug. Dieser Kerl sprach allerdings eher lustig nicht majestätisch. "Wasch maschst denn du da, he? Wo kommscht her, ha di no ni gsi hi", während er sprach tänzelte er von einem Bein aufs andere, und bewegte seinen Kopf mit diesen auffällig schönen Hörnern hin und her, und stampfte schon mal drollig mit einem seiner Hufe auf.

Twister dachte bei sich, wo bin ich,  bei den Berner Stadtmusikanten anstatt der Bremer, und schmunzelte. 

"Aah, da ist der wieder, immer dieses Pack", hüpfte nervös hin und her, und rief: "kommt,  lasst uns schnell laufen". "Aber wohin denn?" fragte Twister ein wenig verwirrt.

 

Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 4

 

Twister hoppelte geschwind in alter Hasenmanier seine Haken schlagend dem Steinbock hinterher. Der kannte sich aus, und stieg geschmeidig gekonnt in die Felsenwand hinauf, bis dort, da sie immer steiler wurde. Twister stoppte, und blickte ihm hinterher. Oben drehte der Bock sich um: "Ah,  du chunsch jo nid so wiit ue, halt, pass uf det änne". Der Steinbock kletterte unruhig hin und her. "Versteck di unnder de felse, schnäll".

Twister befolgte den Rat. Was war das wieder für eine Hektik,  dachte er bei sich, schüttelte den Hasenkopf sodass seine Lauscher sich bald um diesen wickelten. Es war inzwischen dämmrig geworden, und unter den Felsen war es bereits dunkler, aber er sah in eine Höhle, aus der ein Lichtschimmer drang, Licht von Kerzen oder gar einem größeren Feuer? Die Neugier siegte mal wieder, und er traute sich vor. Er hüpfte nach vorn, ein Stein löste sich und fiel scheppernd hinab, und löste ein Echo aus, welches unheimlich klang in seinem Getöse. Dann hörte er Stimmen. 

"Ich has gwüsst", flüsterte ihm eine hauchende Stimme ins Ohr, er erschrak und war im ersten Moment starr vor Schreck. Er fasste sich schnell. Der Steinbock stampfte bockig mit einem seiner Hufe auf und trat ein paar weitere Steine weg, die wieder scheppernd hinabtosten. "ägsgüssi", "Mann, pass doch auf" Twister wollte sich gerade aufregen, da wurde die kleine Konversation eines ungeduldigen Steinbocks und einem schreckhaften Hasen jäh unterbrochen...

 

Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 5


Gelächter und das aufgeregte Gackern einer um sich schlagenden Gans unterbrach sie, und liessen sie leise werden. Zwei Männer traten in den Eingang zur Höhle, die Gans am Hals gepackt und in der anderen ein Gewehr, trottete der eine humpelnd in die Höhle,  der andere trug zwei Käfige mit Hasen. Twister blieb fast der Atem weg. Er konnte nicht sehen, ob seine Familie vielleicht dabei war. Der Steinbock hatte doch, als sie sich gerade kennen gelernt hatten, erzählt,  dass Wilderer das Fell junger Hasen bevorzugten,  und überhaupt Felle, auch die eines Bären. Den Hasen das Fell über die Ohren zu ziehen ging schnell, aber das eines Bären zu bekommen,  erwies sich als schwierig. Die beiden Kumpanen gingen weiter in die Höhle hinein, durch einen größeren Spalt,  der zwar breit, aber nicht sehr hoch war. Der Steinbock stand wie verwurzelt. Endlich ist der mal still, dachte Twister, als der Steinbock sich plötzlich nach vorn beugte um nach unten in den Höhlenraum zu schauen. Langsam bewegte er sich, um nicht wieder Felsbrocken zu lösen. "Da stehen noch mehr Käfige", flüsterte er in seiner fast schon unnachahmlichen Mundart.  Twister verstand erst nicht. "Au, blöde Gans", rief der Humpelnde, du gibst einen wunderschönen Braten ab", und lachte lauthals und grimmig. Sie hatte ihn in den Finger gebissen. "Wir müssen sie retten,  Steinbock" flüsterte Twister, dem jedes Wort fast in der Kehle verreckte. 


Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 6


Twister sah zu seinem Begleiter, dem Steinbock mit dem Einhorn auf der Stirn,  dessen Namen er noch gar nicht kannte. Dessen Augen waren weit aufgerissen, er presste angestrengt sein Maul zusammen und scheinbar versuchte er auch nicht zu atmen. Twister musste bei dem Anblick lachen, hielt sich aber schnell mit seinen Läufen den Mund zu, lag also, die hinteren Läufe nach hinten gestreckt, auf den Ellenbogen der vorderen Läufe, und kämpfte mit einem Lachreiz. Dann war alles zu spät. Der Steinbock prustete los: "Puuh, ich versticke, ich cha nümme". Er krächzte, prustete los, verschluckte sich. Twister verdrehte die Augen,  nun war alles umsonst. Die beiden Kumpanen unten schauten verstört hinauf.

Da flog plötzlich ein Stein in die Höhle, hinterher gleich mehrere und eine Lavine aus Steinen folgte, und schüttete die Höhle zu. 

Twister und der Steinbock mit dem Horn auf seiner Stirn, schauten mit großen Augen hinab. Der Steinbock stampfte,  Twister schrie: "Nicht" "Ägsgussy Mister Twister, das chunt vome selber, das isch typisch für üs". "Wir müssen runter und buddeln, die Steine weg räumen." 

Währenddessen waren andere Tiere aufmerksam geworden,  das durch den Steinbock verursachte Getöse war nicht zu überhören. Sie packten mit an, die Steinböcke räumten so, dass ein Durchgang entstand,  der gerade für ein Tier in der Größe eines Hasen Platz hatte. Aber wie weit würde er führen, konnten die Hasen,  die Gans und diese Kumpanen gerettet werden? Sie bräuchten noch Hilfe von Menschenhand...


Fortsetzung folgt....

Mister Twister 

Der Kommandant 

Kapitel 7

 

Die Gans flatterte plötzlich aufgeregt gackernd aus dem Steinberg heraus. Die weissen Federn waren grau und teilweise struppig, als sie landete hinkte sie leicht und jammerte: "Oh nein, oh nein, welche Pein". "Du lebst, das ist ja schön", rief Twister erfreut, und umarmte sie beglückt. "Dort werden Hasen in Käfigen gefangen gehalten. Auch Hermeline und Katzen hab ich gesehen". Der Steinbock stampfte schon wieder, und verkündete: "Ich werde Hilfe holen".

Twister begann vorsichtig Steine abzutragen, kam aber nicht wirklich voran. Eine ganze Weile war er mit der Gans Elli allein. Sie konnte ihm nicht helfen, aber sie unterhielt ihn mit schrägen Geschichten über Ungerechtigkeit und Gefahren. 

Der Steinbock machte sich auf den Weg zu den Rangern in diesem Nationalpark, er wusste, wo sie zu finden waren. In der Blockhütte brannte Licht,  es war zwischenzeitlich dunkel geworden,  und es hatte geschneit, die zarten grünen Knospen des Frühlings an den Bäumen mussten das aushalten. Die Tür öffnete sich,  der Steinbock stampfte mit dem Huf auf und tänzelte nervös. "Lisa, wir brauchen eure Hilfe ", sprach er.  Lisa hatte ihren Bogen bereits eingetauscht gegen einen Becher mit heißem Tee, und die zwei Männer,  die den Bären gestützt hatten, standen jetzt auch hinter ihr. "Was ist passiert ?" fragte einer der beiden Ranger. 

Es schneite jetzt heftig und der Wind trieb den Schnee dicht und scharf vor sich hin und her. Es war eisig kalt geworden,  in den Bergen war es keine Seltenheit, dass das Wetter jäh wechselte. "Es hat keinen Sinn,  wir müssen bis morgen warten. Wir kommen bei diesem Wetter in der Dunkelheit der Nacht nicht weiter".

 

Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 8


"Chrunchy, hatte Lisa gesagt, wenn du Hilfe brauchst,  dann bin ich da, hat sie gesagt", der Steinbock sprach seine Gedanken laut aus und seine krächzende dunkle Stimme klang wie die einer Krähe, deren Futter ihr abhanden gekommen war. Ja der Steinbock hieß Chrunchy, Lisa hatte ihn so genannt bei ihrer ersten Begegnung,  sie fand ihn so knuffig zum fressen gern. Jaja, dachte er, und jetzt musste er sehen wie er klar kam. Er war tief enttäuscht. Nun lief er zurück um den anderen Bericht zu erstatten und zu helfen. Er stampfte bockig mit einem seiner Hufe auf und trat in den Schnee , der wirbelte etwas auf. Als er die Höhle erreichte traute er seinen Augen kaum,  der Eingang war zugeschneit,  er stampfte schon wieder auf und der Schnee sackte in sich zusammen.  "Hihi", lachte er, "So ist meine Angewohnheit wenigstens zu etwas gut". Auch in der Höhle erwartete ihn eine Überraschung.  Vor ihm stand der Kumpan, der humpelnd mit der Gans am Hals in die Höhle marschiert war, und wollte gerade auf ihn los stürmen, da er die anderen in Gefahr sah, doch Twister stellte sich dazwischen.  Twister hatte unter "Anleitung" der trällernden, ohne Unterbrechung erzählenden Gans einige Steine geräumt, und vor ihm richtete sich plötzlich einer der Kumpanen auf, der hielt sich den Kopf und fragte: " Was ist passiert,  was mach ich überhaupt hier? Oh, du arme Gans,  wie siehst du denn aus?" fragte er verwirrt. Elli, die Gans und Twister schauten sich erstaunt an. Was war mit ihm geschehen? Der Kumpan sah die Felsbrocken und bot seine Hilfe an.  Chrunchy der Steinbock mit dem Horn auf der Stirn runzelte diese: "Hab ich etwas verpasst?"

"Nicht viel,  komm, hilf uns, wir müssen weiter räumen". Die Käfige waren immer noch bedeckt, aber sie hörten die Tiere schon. 


Fortsetzung folgt....

Mister Twister 

Der Kommandant 

Kapitel 9

 

Lisa wollte ihrem Steinbock Chrunchy hinterher, doch ihre beiden Kollegen überzeugten sie ob der gefährlichen Rettungsmaßnahmen während der Nacht. 

Sie musste schweren Herzens einsehen, dass es für sie alleine nicht möglich war. Also warteten sie bis zum Sonnenaufgang, der die ersten hellen Strahlen in den beginnenden Tag schickte. 

Währenddessen legten sie den zweiten Kumpanen frei, der lag noch im Koma. Sein humpelnder Kumpane stabilisierte ihn, auch ansonsten kannte er sich in der Höhle sehr gut aus. Unter einem Felsvorsprung war ein Verbandskasten sehr versteckt deponiert, und routiniert bediente er sich daran, um die blutenden Wunden seines Kumpanen zu versorgen. "Was ist denn überhaupt passiert, und wie kommt dieser Mann hierher?" Twister sah auf und schaute ihn an: "Du kannst dich nicht erinnern?" "An was?" fragte der humpelnde Kumpane, der jetzt gar nicht mehr humpelte. Er gab auch sehr direkte routinierte Anweisungen zwecks Rettung der verschütteten Tiere. Das stimmte Twister nachdenklich. Während er darüber grübelte,  rief die Gans, sie sind frei,  öffnet die Käfige, und der Kumpane jubelte, wie schön, durch dieses Chaos drang eine andere zartere Stimme in seinen Gehörgang, Papa,  Leonie?

Und zack saß sie schon auf seinem Arm und drückte sich fest an ihn. "Leonie,  wie kommst du hierher?"

 

Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 10

 

Dem Bären ging es auch wieder besser. Die "Holzhütte" die eigentlich ein Haus war, verfügte über ein Behandlungszimmer, in dem im Ernstfall kranke, verletzte und verwundete Tiere  erste Hilfe bekommen konnten. Der Bär war noch jung, noch nicht ausgewachsen, und gesund,  deshalb erholte er sich relativ schnell von der Schusswunde. Aber es hatte ihn eingeschüchtert, er war noch verschmuster und verspielter als vorher. Die Ranger hatten ihn als "Baby" neben seiner toten Mutter gefunden, die durch Schüsse tödlich verletzt worden war. Wahrscheinlich töteten Wilderer sie wegen ihres Felles. Nur diesmal hatten sie Pech, die Ranger waren auch dort schnell zur Stelle. Bisher war es ihnen noch nicht gelungen die Wilderer zu stellen. 

Noch bevor es hell wurde gingen sie los. Lisa wusste von Chrunchy wo die Höhle war. 

In der Höhle erwartete Twister die nächste Überraschung. Seine Jungs Bob, Paul, Leo und Gunnar waren ebenfalls gefangen genommen worden,  als sie ihrer Schwester zu Hilfe kamen. Ein Wiedersehen hatten sich alle vielleicht anders und auch woanders vorgestellt, aber nun waren sie froh den Wilderern entkommen zu sein. Mit Vorsicht beobachteten sie den Kumpanen, sie trauten ihm nicht,  dafür war er zu gewalttätig gewesen. Nun behandelte er die Tiere wie rohe Eier oder kostbare Diamanten. "Mister Twister ", rief Chrunchy aufgeregt und zeigte zur oberen Felswand, in dem Moment stürzte Schnee in die Höhle. Aussen am Berg hatte sich eine Lawine gelöst und brach tosend den steilen Berg hinab, zog Geröll hinter sich her, und schüttete nun auch den Zugang zur Höhle zu.  "Ich wars nicht, ich ha ni gestampft", sagte Chrunchy noch.

 

Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 11

 

Das hatte ihnen gerade noch gefehlt.  Und was nun? Chrunchy hüpfte unruhig hin und her. "Nicht stampfen", befahl ihm Twister.  So böse hatte Chrunchy Mister Twister noch nicht erlebt. Er blieb also regungslos stehen. "Und nicht wieder die Luft anhalten,  verstanden?" Twister war bemüht leise zu sprechen, eine Erschütterung konnten sie jetzt nicht mehr in Kauf nehmen,  Twister war natürlich angespannt, da nun seine Familie bis auf Charli in dieser verdammten Höhle eingesperrt waren. "Jaja," Chrunchy nickte ganz langsam und sanft mit übergroßen Augen, und starrte vor sich hin. Leonie tat Chrunchy leid, und sie streichelte seinen Kopf. 

Er neigte diesen zu ihr herunter,  und genoss das streicheln. 

Draussen waren Lisa und die Ranger an der Höhle angekommen, es war nun hell, aber äußerst diesig. "Wo war der Eingang denn jetzt", ratlos kratzte sich der Ranger an seiner Stirn.  Der große  Zugang zur Höhle war total verschlossen mit Schnee und Geröll. "Unseren Berechnungen zufolge", sagte der andere Ranger, und zog sein Handy aus seiner Gürteltasche, "stehen wir schräg rechts nördlich zum Eingang,  er peilte mit seinem Kompass das Ziel aus, und befahl: "Dort, dort müssen wir graben". Schritt die Distanz ab und fügte hinzu: "Genau hier". Zur gleichen Zeit hörten sie in der Ferne den Helikopter der Bergrettung.  "Wie hast du das denn hinbekommen,  wenn es um Rettung von Tieren geht, sagen sie doch meistens ab", bemerkte Lisa lakonisch. "Sie kommen wegen den Wilderern,  die bereits gesucht werden". "Wegen zwei einfachen Wilderern,  bist du sicher? Wenn es in der Öffentlichkeit um Tier und Naturschutz geht,  erzählen sie das blaue vom Himmel herunter,  aber um zwei Wilderer,  die verschüttet sind, möglicherweise tot, scheren sie sich doch nicht, und setzen schon mal kein teures Gerät ein". "Aber Rettung von Menschenleben ist doch erste Priorität,  erst mal egal welche Menschen , Lisa". Sie dachte an den jetzigen neuen Einsatzleiter, der nur sich ins rechte Licht zu setzen verstand, alles andere war ihm egal, er hatte sich ihr gegenüber sehr überheblich und eingebildet gezeigt, und scherte sich einen Dreck darum anderen zu helfen. Wie er es in die Einsatzleitung geschafft hatte, war ihr ein Rätsel. 

"Es muss noch einen anderen Grund geben", murmelte Lisa. 

 

Fortsetzung folgt...

Mister Twister

Der Kommandant

Kapitel 12


Da war guter Rat teuer, oder auch nicht. Zwei Hermeline huschten an ihnen vorbei und verschwanden durch ein kleines Loch, welches scheinbar nur durch Schnee verschlossen war. Paul sah ihnen hinterher und hoppelte ebenfalls durch das Loch, deren Durchgang sich immer wieder mit lockerem Schnee füllte. "Wo ist Paul?, fragte Bob. Evi, die Gans, beobachtete die Tiere beim Reinschlüpfen und wollte hinterher. Aber leider war sie zu gross und steckte fest mit ihrem dicken Hintern und zappelnden orangeroten Füssen, sie schrie alles zusammen. Twister ballte seine Pfoten und zog. Die anderen kamen ihm zuhilfe. Der Kumpan drehte sie leicht heraus. Sie jammerte, Schnee und Geröll rutschten nach, und es polterte, dann war es wieder still, richtig still.  "Ein Flügel ist gebrochen, ich werde ihn schienen", bemerkte der Kumpan, der nicht mehr humpelte, mehr zu sich selbst, als zu den anderen.

Er zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich, und niemand bemerkte wie Chrunchy zu glühen begann. 


Fortsetzung folgt...

Mister Twister

Der Kommandant

Kapitel 14


Plötzlich reagierte Lisa. Sie sah wie das Wasser gefror, und es würde nicht lang dauern, dann war es schockgefrostet, so kurz war die Zeit. Das Wasser stürzte bereits als Eisregen auf sie nieder. "Lauft", rief sie, "ihr müsst aus dem Wasser raus, sonst steckt ihr fest im Eis". "Bob, wo ist Bob?" Twister und Leonie riefen verzweifelt nach ihm. Paul, Gunnar und Leo schauten sich nervös um. Evi, die Gans, rutschte nun über das festgefrorene Eis, um nach dem Loch im Felsen zu schauen, welches die anderen noch nicht entdeckt hatten. Sie hatten sie zwar daraus befreit, aber nicht gesehen, dass es ein schmaler Höhlengang war. Der Eisvorhang am Eingang zur Höhle wurde immer dichter, von oben rutschte Eis nach und das noch nicht gefrorene Wasser verdichtete sich zu Eis. Der Kumpan rutschte mutig zu ihr herüber, riss sie an sich und kam auch bereits so schnell zurück wie er sie zu greifen bekam. 

Nun standen sie draussen im hohen Schnee, es war klirrend kalt, und schauten stumm auf den Eisvorhang. "Der andere Kumpan ist noch in der Höhle", stellte Twister besorgt fest. Da das Wasser in einem Tempo gefror, dass jeder nur noch floh, kam erst mal für ihn jede Hilfe zu spät.

In der Höhle, auf dem Felsvorsprung, auf dem er lag, gab es kein Eis. Sie hatten ihn auf Stroh gebettet und in eine Decke gehüllt. Er schlief, den Traum des Gerechten?

Währenddessen kehrte Bob in die Höhle zurück, mit einem Säcklein Möhren, sie hatten ja die ganze Zeit nichts zu essen gehabt. Verwundert blieb er stehen, und schaute in den schönsten Farben glitzerndes Eis, und lauschte einer wunderbaren leise klirrenden Musik, die ihre ganz eigene Tonleiter hatte.


Fortsetzung folgt...

Mister Twister

Der Kommandant

Kapitel 15


Bob war charmant, witzig und praktisch veranlagt. Evi und er hatten sich auf Anhieb verstanden. Ihr Humor schwebte über  der selben Wellenlänge. So kam es auch, dass Evi unbedingt durch die Höhlenöffnung wollte, um Bob zu folgen. Doch die Gans vergass dabei, dass sie viel grösser war als Bob, und blieb deswegen stecken. Sie konnte ihm noch hinterherrufen, und dann war Bob verschwunden. Sie wusste, er würde zurück kommen, und machte sich deshalb Sorgen, er würde in dem Moment zurückgekehrt sein, als das Eis kam, und er dann darin stecken bleiben könnte. Diese Horrorszenerie stellte sie sich geschockt vor, als plötzlich eine Hand nach ihr griff, und sie wieder diesen Geruch in der Nase hatte, der sie an schlimme Zeiten erinnerte, die Hand des Kumpanen, doch diesmal musste sie ihm wohl für seine Hilfe dankbar sein. Sie traute ihm dennoch nicht. Und sie wusste ja auch nicht, wie es Bob erging, und machte sich höllische Sorgen.

Auch Bob war bei all dem Glanz und der wunderbaren Töne besorgt. Wo waren die anderen bloss hin, und wie konnte sich alles so verändern in der doch recht kurzen Zeit. Er hatte nicht lange gebraucht, um diese Möhren zu finden, sie lagen in einem Futtertrog für die Tiere des Waldes, und es gab reichlich davon, es blieb also noch für die anderen Tiere etwas übrig. 

So beschloss er, wieder durch den Fels zurück zu hoppeln. Als er sich umdrehte stand Chrunchy vor ihm. Sein Horn leuchtete immer noch oder bereits wieder, und das Eis begann zu tauen.

Die Töne wurden leiser und die Strahlung der grün, gelb und roten Lichter kürzer.


Fortsetzung folgt...

Mister Twister

Der Kommandant

Kapitel 16


Chrunchy`s Horn begann zu glühen, wenn er am Kopf um das Horn herum gestreichelt wurde, und zwar intensiv und länger. Und genau das hatte Leonie getan. Chrunchy hatte es lange nicht mehr erlebt und war davon ausgegangen von diesem Fluch oder Segen, wie auch immer, befreit worden zu sein. Es war lange her, seitdem es geglüht hatte. Sein Körper begann eine enorme Hitze zu entwickeln, sodass im Umkreis von einem Kilometer ein Brand entstand, ein nicht zu vermeidendes Feuer. Dadurch, dass es eisig und klirrend kalt gewesen war, schmolz erst mal nur der Schnee und das Eis, aber hätte er sich nicht entfernt, wäre es dann irgendwann in kurzer Zeit zu einem grossen Brand gekommen, weil sich die Luft sehr schnell so stark erwärmt hätte. Er konnte aus der Ferne beobachten und fühlen, dass die Menschen und Tiere, die er liebte, in Gefahr waren. So kam er zurück in die eisige Höhle. "Ich weiss, es war ein Fehler mich streicheln zu lassen, jaja, aber ich liebe das nunmal, und ausserdem kann ich nichts dafür, dass ich so süss bin" quasselte er so vor sich hin, und bemerkte nicht, dass Bob ihn dabei beobachtete wie er stolz seinen Kopf in den Nacken warf und sein kräftiges Geweih in dem spiegelnden Eis, welches noch nicht geschmolzen war, präsentierte. "AAH", er  erschrak. Bob stand neben ihm und spiegelte sich ebenfalls, und Chrunchy stampfte mit dem Huf und tänzelte vor Schreck.


Fortsetzung folgt...

Mister Twister

Der Kommandant

Kapitel 17


"Puh, hast du mich erschreckt, was machst du hier, sie suchen dich schon", sprach Chrunchy hin und her zappelnd mit seinem gleissend glühenden Horn. Das Eis schmolz, der Durchgang zur Höhle wurde wieder frei. Draussen am Eingang standen sie mit erwartungsvollem Blick, erst starr und stumm, "wegen dieser wechselnden Situationen, so schnell muss man da erst mal klar kommen, reagieren können", rief die Gans Evi aufgeregt, "was für eine Show". In ihren Augen glitzerte Begeisterung. Sie hatte sowieso schon grosse Augen, "meine Augen sind jetzt verschwommen,  also ich sehe alles verschwommen, ach das sind wohl meine Freudentränen, diese Tränen von innen", überschwenglich breitete sie ihre Flügel aus mit den schruppigen Federn, die nicht mehr so ganz weiss und teilweise gebrochen waren, aber gebrochene Federn hatten keine Gefühle, aber ein gebrochenes Herz, und das war jetzt wieder gefüllt mit Bobs Lächeln. "Chrunchy ist schon wieder weg", sie wussten es ja nicht besser, sie hatten keine Ahnung davon, dass er immer wieder so schnell verschwinden musste, solange sein Horn glühte. "Wir müssen hier weg", rief Bob, der so langsam schon eine Ahnung bekam, und Twister führte alle nun an einen anderen Ort, Lisa und Bob an seiner Seite, zogen sie mit ihrem Gefolge hinunter ins Tal. Ruckzuck war wieder alles vereist, von der Höhle war nun gar nichts mehr zu sehen als Twister sich noch einmal umdrehte und einen letzten Blick riskierte. Die noch ganz benommene Gans, Leonie, Paul, Leo, Gunnar, die anderen Hasen, die bieden Ranger, der Kumpan, der nicht mehr humpelte... "Halt, da war doch noch einer. Lag er noch bewusstlos in der Hölle äh Höhle?" 


Fortsetzung folgt...

Mister Twister 

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Kapitel 18


"Wir können ihm nicht helfen,  wie sollen wir hinein, wenn Chrunchy das Eis im Eingang zur Höhle nicht mehr auftaut. Wir müssen abwarten,  vielleicht gibt er ihm Hilfe", rief einer der Ranger "Gibt es eine andere Möglichkeit,  die Höhle zu betreten, in dieser Eisnacht? Es wurde bald wieder dunkel,  es war noch Nachmittag, aber die Tage wurden nur langsam länger. Die Knospen an den Bäumen waren eingefroren, und lagen unter durchsichtigem Eis. Ein bezaubernder Anblick im rotorangenen Licht der untergehenden Sonne,  die Schnee und Eis in eine Glasur zu tauchen schien, wie in den bizarren Erzählungen aus diesen Märchen, in den der Ritter auf der Suche nach der von einer Eisprinzessin entführten Liebsten einem gewaltigen Feuerspeienden Drachen entgegen stieg.

Es ist ein merkwürdiges Gefühl der Natur so ausgeliefert zu sein,  dachte Twister.  Im Moment gab es keinen einzigen Weg,  als der, abzuwarten, und zu laufen, sich zu bewegen,  in Richtung Holzhaus der Ranger. 

Die zwei Hermeline, die sie ebenfalls aus den Käfigen befreit hatten, liefen ihnen über den Weg. "Der kleine schmale Höhlenzugang ist bereits auch zugefroren,  es gibt keine Möglichkeit in die Höhle zu gelangen, aber auch nicht mehr hinaus" erzählte das eine der beiden Hermeline.  Ihre Felle waren außergewöhnlich, der eine weiß und der andere schwarz, und tadellos. Ein echter Hingucker,  wahre Schönheiten, die natürlich solche Halunken auf sich aufmerksam machen,  die ihre Felle sehr teuer verkaufen könnten. "Hallo ihr zwei, schön schön wiederzusehen, wie heißt ihr?" fragte Twister und Evi die Gans rief: "Ying und Yang, ihr ward ja viieeelll zu beschäftigt,  als die Käfige geöffnet wurden. Mir waren sie sofort aufgefallen,  nachdem ich Bob befreit hab, jaja, und hab sie gefragt,  jahaa", bekräftigte sie ihre Aussage noch. "Danke Evi, welch aussergewöhnliche Namen für aussergewöhnlich schöne Tiere" Chrunchy war wieder da, seine dunkle krächzende Stimme schallte durch die goldene Dämmerung, immer noch mit rot glühendem Horn. Natürlich wurde es wärmer. "Ich muss weiter, ich hab noch was zu klären" sang Chrunchy fast, und verschwand. Ihm war bewusst,  dass er sie schnell wieder verlassen musste, um sie nicht zu gefährden. Diese enorm grossen Temperaturschwankungen in  Chrunchy's Nähe  wurde anstrengend. Evi fiel schon wieder vor Aufregung und Hitzeanwandlungen in Ohnmacht. Was zu viel war, war eben zu viel. 


Fortsetzung folgt...

Mister Twister 

Der Kommandant 

Kapitel 19


Einer der Ranger schnappte sich Evi und trug sie unterm Arm. Es dauerte nicht lange bis sie wieder erwachte und der lange schwappende, baumelnde Hals mit Kopf sich aufrichtete und die Gackerei von vorne begann. Der Ranger hielt ihr leicht den Schnabel zu, und sie zog dann den Kopf zurück, gackerte weiter und so wurde ein Spiel daraus, worüber beide lachten, und so lustig wurden, dass es die Anderen auch zum schmunzeln und lachen brachte. So wurde die lange Wanderung zur Holzhütte der Ranger kurzweilig. Bis plötzlich Schüsse durch die bewaldeten Berge schallten, und die lustige Gesellschaft aus ihren Gedanken und Erzählungen riss. Rehe, Hasen, zwei Katzen und anderes Getier hasteten panisch an ihnen vorbei. Die Hermeline riefen: "Blacky, Whity, was ist passiert?" Die Katzen blieben stehen. Sie waren ebenfalls schwarz und weiß,  wie die Hermeline,  und auch ihr Fell glänzte wunderbar. Gab es noch andere Wilderer? Während die Ranger versuchten herauszubekommen,  wer dahinter steckte, stand wieder ein Bär vor ihnen.


Fortsetzung folgt...

Mister Twister

Der Kommandant

Kapitel 20


Die Gans fiel in Ohnmacht, die weissen Tiere, Hermelin und Katze, preschten nach vorn, gefolgt von den beiden Schwarzen ihrer Art, die Hasen schlugen ihre Haken, normalerweise mit dem Ziel zu fliehen, den Verfolger zu verwirren, aber sie hatten diesmal ein anderes Ziel, von hinten tauchte plötzlich Chrunchy auf mit seinem leuchtenden Horn, Lisa zog ihren präparierten Pfeil durch den Bogen, der den Bär nur einschläfern sollte, die Ranger ihre Pistolen mit dem gleichen Zweck. Der Bär war ausgewachsen und riesig, fand Twister. Er bäumte sich auf und brüllte mit weit aufgerissenem Maul und drohte mit seinen dicken Pranken in denen Furcht einflössende Krallen steckten. Der Einsatz der kleinen Tiere sollte ihn zu Fall bringen, was auch gelang, aber er stürzte genau in Lisa`s Richtung, wenn er fiele, würde er sie erdrücken.

Twister sah es und reagierte blitzschnell, lief ihr ebenfalls zwischen die Beine, der Ranger hatte es auch gesehen, und riss sie beiseite, als sie fiel.

Da lag er nun der Bär, zappelte und richtete sich aber wieder auf. Evi die Gans stand mal wieder zur falschen Zeit am falschen Fleck. Er stürzte über sie, jedoch erhob er sich zappelnd sehr schnell wieder, sodass Evi torkelte, sich ein paar Mal um die eigene Achse drehte und zusammensackte. Der Bär stand plötzlich still, verdrehte die Augen, und verschwand im Wald.

"Was war das denn jetzt"; Twister kratzte sich am Kopf, und sein Sohn Bob schaute ihn an und sagte: "Du hast mir mal so eine Geschichte erzählt, davon wie du ins Paradies geschlittert bist". Twister schaute Bob gedankenverloren an, dachte plötzlich an die Zeit als er bei Paul zu Gast gewesen war, um die Gorilla zum Schutz nach Zürich zu begleiten. Leonie drehte sich um und sagte: "Hört mal, war das ein Pfiff?"


Fortsetzung folgt...

Mister Twister 

Der Kommandant 

Kapitel 21


Es hatte begonnen zu tauen und sie erreichten zum Anbruch der Nacht die Holzhütte. Sie war hell erleuchtet und aus dem Kamin stieg Rauch auf. Vor der Tür stand ein Schlitten,  ein großes rotes Gefährt mit goldenen Kufen. Die bunte Gruppe von Mensch und Tier staunte fragend mit offenen großen Augen. Evi die Gans erwachte in diesem Augenblick und löste sich aus dem Arm des Rangers. Sie stieg auf und verwandelte sich, ihre Federn wurden ganz, und erstrahlten in frischem Weiss. 

Die Tür öffnete sich und heraus trat Paul der Elf. Twister freute sich so sehr,  dass er ihn gleich umarmte, Leonie und ihre Hasengeschwister riefen fast gleichzeitig erstaunt: "Onkel Paul?"

"Tretet ein, ich habe alles für eure Ankunft gerichtet". Im Kamin prasselte ein wärmendes Feuer. Jetzt erst bemerkten sie wie nass ihre Kleider oder Felle waren. "Das ist ja wie im Paradies" flüsterte Bob ehrfurchtsvoll. "Das ist das Paradies", antwortete Paul leise, " Ich habe es hierher geholt für euch, um euch zu helfen". Twister traute seinen Augen kaum. Dort lag der andere Kumpan in einem der vier Betten der ambulanten Krankenstation des Nationalparks.

Allerdings gab es plötzlich mehr Platz und eine lange mit Speisen gedeckte Tafel lud zum Essen und Trinken ein. Lisa und die Ranger betrachteten verdutzt die ganze Situation. 

Der junge Bär,  den sie aufgezogen hatten tollte auch umher, er hatte sich sehr gut und vor allem schnell von seiner Schusswunde erholt. 

Die Hermeline Ying und Yang rollten sich erschöpft zusammen und bildeten zwei ineinander geschwungene Wellen in schwarz und weiß, und erlangten so nicht nur ihre eigene Kraft zurück,  sondern teilten sie mit den Menschen und Tieren in ihrer direkten Umgebung. 

Aus den Sanitätsräumen hörten sie das Stöhnen des Kumpanen, der wieder erwachte. Würde er genauso freundlich und friedlich geworden sein wie der Andere? Und dann gellte wieder ein Pfiff durch die Nacht,  deren Stille nur durch den Ruf des Uhu's unterbrochen wurde.


Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant

Kapitel 22


Evi dachte an die Zeit bei ihrem Bergbauern auf seinem Berghof auf dem sie gross geworden, und als Haustier gehalten wurde, nicht wie andere Gänse gemästet zum Verkauf als Gänsebraten. Als ihr Bergbauer starb, weil er schon so alt war, erbte sein Neffe den Hof, da er keine anderen Kinder hatte. Evi beschlich ein merkwürdiges Gefühl als sie ihn in der Höhle wieder sah. Er erklamm den Berg zu Fuss mit einem Rucksack bepackt, rümpfte jedoch seine Nase als er das alte Gehöft sah. "Das ist doch nur noch abbruchreif, was soll ich mit dem ganzen Zeugs", hörte sie ihn fluchen. Er sah sich suchend um. "Aber es ist doch ideal für meine Fallen und für die Käfige" fiel ihm ein. Evi hatte sich wohlweisslich in der abbruchreifen Scheune versteckt. Welche Käfige, fragte sie sich nachdenklich. "Oh na wenigstens etwas. Ja, komm, komm, Gänslein, du wirst bestimmt ein schmackhafter Braten sein". Er hatte sie entdeckt. Er wollte sie am Hals packen, aber in letzter Sekunde drehte sie ihren langen Hals wie eine Schlange und lief schnatternd so schnell sie konnte vor ihm her, drehte sich plötzlich um, und lief mit breit ausgebreiteten Flügeln gackernd, fast kreischend auf ihn zu, den Hals mit ihrem kleinen Kopf mit dem langen gelben Schnabel weit nach vorn gereckt. Damit hatte er nicht gerechnet. Erschreckt trat er einen Schritt zurück, stolperte rücklinks und fiel mit dem Kopf auf einen Stein. Evi lief immer weiter im Kreis herum, ausser sich, bis sie plötzlich bemerkte, dass er sich nicht mehr rührte. "Oh, was ist passiert" gackerte sie wieder, ängstlich aber doch neugierig beugte sie sich zu ihm hinunter. Er stank  merkwürdig nach Harz, Schweiss und Schnaps. Durch diese ganze Aufregung drehte sie sich plötzlich mehrmals um die eigene Achse, bis sie erschöpft zusammenbrach.

Sie erwachte einige Wochen bevor sie Twister traf in der ambulanten Krankenstation der Holzhütte am Fusse des Berges. 

Der Kumpan, den sie nun auf der ambulanten Krankenstation beherbergten, roch genauso. 


Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 23


Twister kam erst mal wieder zur Ruhe in den leisen Nachtstunden, als alles zu schlafen schien. Nur leises Atmen, Räuspern und abundan mal ein nicht ganz ausgesprochener Satz und irgendein geseufze unterbrach die Stille dieser Nacht in den immer noch schneebedeckten Bergen. Ihm fiel auf, dass sich alle sicher fühlen konnten, und sie würden diesen Schlaf brauchen, um Kraft zu sammeln. 

Da war er wieder dieser Pfiff. Der durchbrach die Stille der bald endenden Nacht,  in der Twister nicht schlafen konnte. Es begann hell zu werden, und er sah, als er neugierig die große Holztür öffnete, einen grünen Papagei. Er hob sich optisch ganz besonders stark vom frisch gefallenen Schnee ab. Dieses wunderbare fast schon schillernde Grün dieses Vogelgefieders ließ Twister staunen und bewundern. "Gewähre mir bitte Eintritt, gewähre mir bitte Eintritt", krächzte der Vögel, "Lass mich rein, lass mich rein", und schwupps flog und lief er abwechselnd bereits durch die geöffnete Tür an dem noch etwas verwirrten Twister vorbei in die Hütte. "Schrecklich schrecklich," rief er "kalt kalt". "Hunger Hunger?", lachte Twister. "Du nimmst mich nicht ernst, du nimmst mich nicht ernst", der grüne Papagei setzte sich auf den Elefantenbaum, der mitten in diesem Raum stand. "Was ist das für ein Lärm", gähned, nur mit T-Shirt und Shorts bekleidet räckte sich der Ranger mit geschlossenen Augen noch, die Stirn runzelnd, durch die Tür in den Wohnraum.  Vorbei war's mit der Ruhe,  Lisa folgte, und aus den anderen Türen traten mit Gegacker, Gemecker, Gestöhne der Rest der illustren Gesellschaft hervor. Die Unruhe, die so erstanden war, multiplizierte sich noch,  sie liefen sich gegenseitig in den Weg,  entschuldigen sich, meckerten, stöhnten, riefen nach Kaffee,  Kakao oder Tee. 

Twister stand verdutzt neben dem Elefantenbaum,  auf dem der Papagei saß, mit den Blättern wippte, und laut krächzend ausrief: "Guten Morgen,  guten Morgen". In die nachfolgende abrupte Stille drangen die Worte: "Was ist hier los?"


Fortsetzung folgt...

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Kapitel 24


Paul stand nun fast majestätisch, eingerahmt von den hölzernen Bohlen der Türpfosten aus Arvenholz in der Tür zur ambulanten Krankenstation. Von hinten drängte sich ein Horn des mächtigen Geweihs Chrunchy's an Paul's  Kopf vorbei, nachfolgend ein nicht mehr glühendes Horn auf der Stirn mit einem witzig blickenden Auges daneben. "Genau", krächzte die dunkle Stimme Chrunchy's und fand ein doppeltes Echo "Genau genau" in einer fremden Krächzstimme. Chrunchy's Augenlid hob sich fast spöttisch, Paul stellte schon die Frage "Ja, wer bist du denn?" Der wunderschön fast grünleuchtende Papagei nickte ein paar mal mit seinem Kopf und Hals und Schopf auf seinem Kopf und krabbelte auf dem Tisch aufgeregt hin und her. 

Chrunchy's Temperament ließ ihn wieder stampfen und stieß Paul ungewollt ruckartig nach vorn, sodass er nach vorn stolperte. 

"Ohje ohje", rief der Papagei. Hinter Chrunchy stand der humpelnde Kumpan, der sich nicht mehr an seinen Namen erinnern konnte, durch den Sturz in der Höhle, und wohl auch an anderes nicht. Der Papagei riss seine Augen auf und schrie: "Rote Zora, rote Zora, rote Zora,  rote Zora", er beruhigte sich nicht. Paul, der nun durch sein stolpern ganz nah vor ihm stand,  nahm ihn auf seine Hand und versuchte ihn zu beruhigen. 


Fortsetzung folgt...

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Kapitel 25

 

Paul versuchte verzweifelt den Papagei mit beiden Händen fest umschlossen an seiner Brust haltend in den ambulanten  Behandlungsraum zu tragen. Der wurde trotz gutem Zuredens immer verrückter. Er zappelte wild und hackte Paul mit seinem kräftigen harten Schnabel in die Brust, schmerzerfüllt ließ Paul den Vogel abrupt los. Der flatterte kreischend "Rote Zora rote Zora" schreiend auf den im Koma liegenden anderen Kumpanen zu und hackte auf ihn ein. Geistesgegenwärtig schnappte der Ranger,  der immer öfter in Gesellschaft von Lisa gesehen wurde, den Papagei und warf ihm ein Tuch über, um ihn zu beruhigen,  damit der Papagei sich nicht noch selber verletzen würde, und aber auch irgendwen anders, selbst diesen dort liegenden Verbrecher.  "Ist alles in Ordnung Paul", fragte Lisa, "kann ich irgendetwas für dich tun? Darf ich mir das einmal anschauen", fragte die Biologin, die einmal vor längerer Zeit auch als Ärztin praktiziert hatte, als Tierärztin. Paul schüttelte seinen Kopf.  Er war durch seine Selbstheilungskräfte den Nurmenschen darin voraus. Sie wusste nicht, dass er ein Halbelf war.

Die anderen hatten entsetzt und verwirrt zugeschaut, und rührten sich nicht.  "Ähm,  was war das denn?" fragte Leonie Twister . "Wir werden es heraus bekommen,  aber erst mal frühstücken,  wo ist der Kakao?" mit breitem Mund grinsend drehte er sich der kochenden Milch zu, und schluckte, sein Gesichtsausdruck wurde ernst. Er war wohl der einzige,  der um die empfindliche Stelle des Körpers wusste, die, wie die Archillesferse des Herkules, bedeutende Ausmaße haben könnten, um ihn zu töten. Auch er war verletzlich in all seiner überragenden Stärke.  Offensichtlich hatte der Papagei die Stelle unbewusst erwischt.

Jetzt fragte sich Twister,  während er traurig in die kochende weisse schäumende Milch starrte, wer ist die rote Zora?

 

Fortsetzung folgt...

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Kapitel 26


Während Paul sich zurück zog, kümmerten sich der Ranger, dessen Name übrigens Leon war, und Lisa um den Papagei. Der hatte sich tatsächlich unter diesem blickdichten Tuch erholt, und schnarchte. Leon und Lisa lächelten  sich an. Twister hatte Kakao gekocht und verteilt. "Heisser Kakao ist gut für die Seele und wärmt den Körper noch dazu", schmunzelte Twister, als er die beiden neben dem Tuchbedeckten Papagei stehen sah, und mit den Fingern zärtlich spielend sich tief in die Augen schauend, erwischte. Sie reagierten  und zogen etwas erschrocken ihre Hände zurück, um so zu tun, als seien sie bei ihrer Arbeit, nämlich der, Tiere zu schützen und zu pflegen. Warum dieses Getue so sein musste,  das wusste Twister auch nicht. Er war ohnehin in Gedanken bei Paul und dieser Aussage des Papagei's von einer Roten Zora. "Es gibt doch rote Papageien?" fragte Twister nachdenklich.  Leon beantwortete ihm die Frage mit einem Vortrag über die Vielfalt der Arten auf der ganzen Welt. 

Evi, die Gans, schlenderte zum ersten mal wieder seit Tagen freudig an der Tür zum Saniraum vorbei,  entdeckte die drei im Gespräch, und erinnerte sich plötzlich an die Hütte in den Bergen,  aus der sie geflüchtet  war, aus Angst ihr Leben zu verlieren. Vorbei war ihr freudiges Gefühl,  wie wollte sich nie nie wieder daran erinnern müssen. Doch nun war ihre Erinnerung sehr präsent. Twister sah sie, als sie umkippte, sie wurde ganz grün um ihren orangeroten Schnabel.  Lisa sprang ihr zu Hilfe, sie griff in den Schnabel und holte die Zunge wieder hervor. Evi bekam wieder Luft, hustete und  prustete.  "Die Rote Zora war in der Hütte im Käfig,  mit ihren Geschwistern", Evi war erschöpft. Sie konnte ihre furchtbaren  Erlebnisse nicht mehr verdrängen. Lisa, Leon und Twister schauten sich erstaunt fragend an,  welche Hütte?


Fortsetzung folgt...

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Kapitel 27


Evi erzählte ihre Geschichte, und dass sie geflohen war, Erinnerungen daran hatte sie verdrängt. Den Kumpan,  der nie gehumpelt hatte, der also nun im Koma lag, kannte sie. Er hatte die Hütte oben in den Bergen geerbt. Er hatte die Hütte als Unterstellplatz für die Käfige genutzt. Es gab neben Chinchilla, Katzen,  Hasen,  Schlangen,  Echsen,  auch Papageien, grüne und rote. Eine ganze Weile war vergangen. Es war doch sicher schon eine Woche her, dass sie in der Höhle unterhalb des Berges verschüttet waren. Ohne Wasser und Nahrung können sie unmöglich in den Käfigen überlebt haben. Die Drei hörten ihr aufmerksam zu, und entschieden sich, sofort auf die Suche zu machen. Evi führte sie,  doch als sie oben an der Hütte ankamen,  fanden sie die Käfige leer vor. Jemand musste sie geöffnet haben, um die Tiere freizulassen, oder sie in andere Behälter zu stopfen,  um sie dann teuer zu verkaufen. 

Was war geschehen?

In der Höhle hatten sie nur die anderen Tiere gefunden und gerettet. Die Chinchilla's Ying und Yang und die Katzen Black und White, Twister's Jungs und seine Tochter Leonie,  und noch ein paar Hasen. Evi, die Gans konnte sich selbst retten, war das bei den Papageien auch so gewesen?


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Kapitel 28


Die sonst so zappelige Gans Evi stand still und überlegte,  ihr kam der Gedanke, dass es in der Höhle,  in der sie gefangen waren, einen dritten Ausgang gab. Twister,  Lisa und Leon wirkten etwas verwirrt. Evi stand immer noch,  plötzlich ging sie zielstrebig voran: "Folgt mir". Die drei entschieden sich schnell ihr ohne Fragen zu folgen. Sie wackelte vor ihnen her, die Gegend wurde ihnen immer bekannter, doch als sie wussten, wo sie waren, drehte Evi ab, und ging einen ganz anderen Weg. Der Weg war steil und schwierig zu laufen. Geröll kullerte herunter,  welches Evi frei getreten hatte, knapp an Twister's Kopf vorbei. Der Aufstieg wurde immer steiler. Plötzlich blieb Evi stehen. "Dort", sagte sie nur. Leon drängte sich an ihr vorbei und sah eine Öffnung. "Da scheint eine Höhle zu sein, aber der Zugang ist viel zu klein. Evi schob einen Stein beiseite,  dann noch einen und noch einen. Die Öffnung gestaltete sich nicht mehr so schwer und wurde groß genug, dass ein kleinerer Mensch Zugang haben konnte. Lisa und Twister wagten sich vor. Leon war zu groß und auch zu breit durch seine breiten gut trainierten Schultern. Evi stand wie versteinert davor. "Was ist mit dir? Du passt auch da durch", meinte Paul. Evi sagte nichts. Quakte noch nicht einmal. Leon kam das alles seltsam vor. Aber er hatte jetzt keine Zeit darüber nachzudenken, denn in der Höhle wurde es turbulent. Lisa rief: "Leon versuche zum anderen  Eingang zu kommen,  wir haben etwas gefunden".


Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 29


Lisa und Twister sammelten Federn ein, rote, aber auch blaue, gelbe, weiß-schwarze, Papageienfedern. Sie fanden leere Käfige geöffnet übereinander aufgebaut, in denen sich noch Sand,  Futterkörner und Reste von Exkrementen befanden, die aber bereits getrocknet waren. Wie lange standen sie wohl schon leer. Und warum hat man die Vögel nicht in den Käfigen abtransportiert? "Schau mal, es gibt so viele kleine Steine,  Geröll, auch in den Käfigen", Twister dachte nach. War der Ausgang zu klein? Aber wenn die Käfige nicht hindurch passten, wer passte dann hindurch? Wir mussten den Eingang vergrößern und trotzdem passten nur kleine Personen oder Tiere hindurch. "Hatte jemand die Käfige geöffnet, nur um die Papageien zu befreien?", fragte Lisa in dem Moment als sie angegriffen wurden. Schwarze Schatten lösten sie aus den Felsen, kreischend stürzten sie sich auf Lisa und Twister.

Leon fand den Eingang zur Höhle,  jedoch auch von dort aus gab es nur einen kleinen Zugang zu dem Höhlenabschnitt, in dem sich Lisa und Twister nun befanden. 

"Hier in der Höhle liegen Papageienfedern", rief Leon, plötzlich fiel sein Blick auf eine rote Truhe mit goldfarbenen Beschlägen, von der scheinbar nur ein kleiner Teil zu sehen war, der Rest lag verborgen unter Geröll. Evi war ihm gefolgt,  sie war immer noch ungewohnt stumm, umso lauter schallte das Gekreische in der anderen Höhle. "Lisa, Twister, rief Leon nervös, fast verzweifelt "Was passiert da"...


Fortsetzung folgt...

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Der Kommandant 

Kapitel 30


Es gab in der Höhle scheinbar keinen größeren Durchgang, aber Öffnungen, durch die die Sonne ihre Strahlen werfen konnte. Schwarze große Schatten verwandelten sich in rauflustige Papageien. Twister und Lisa versuchten sie abzuwehren. Aber die Papageien flogen nur wild um sie herum. Trotzdem suchten sie Schutz in einer Felsspalte. Die Papageien schrien immer noch, hatten sich jetzt aber in einer Reihe positioniert. Sie drehten die Köpfe nach links, rechts, um wahrscheinlich Lisa und Twister besser beäugen zu können.  Die dunklen Knopfaugen peilten gezielt die Augen an, und der Farbenprächtige flog schnell direkt auf Lisa und Twister zu. "Krächz, was macht ihr hier,  was macht ihr hier" rief er, es klang bedrohlich.  "Ohoh,ohoh", meckerte ein roter Papagei. Sie waren fast alle rot. Dann trat Stille ein. Leon's verzweifelt klingendes Rufen endete, als ihm sein Echo Widerworte gab. Nach einem kurzen Moment der Stille, in die nur das plätschern eines kleinen Baches zu hören war, und ein paar Steinchen sich eher leise sanft polternd lösten, spürte Leon einen warmen Atem in seinem Nacken. 


Fortsetzung folgt...

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